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Die Einträge werden spärlicher, hauptsächlich weil ich einfach nicht mehr so oft dazu komm, überhaupt daran zu denken, einen neuen zu schreiben.

Das Leben unter der Plane ist genial, hat Hangdog nochmal um einiges besser gemacht.

Am Anfang war ich der einzige, der Deutsch gesprochen hat, der Rest waren Kiwis von einem Climbing Club aus Auckland und ein paar random Amis. Aber wie Hangdog halt so ist, ist das ganze mit einer gewissen Fluktuation versehen, sodass wir mittlerweile bis auf Sarah und Marsha, manchmal noch Leon, alle USA, nur noch Deutsche sind, und bis vor kurzem noch ein Ösi und ein Schweizer.

Außerdem ist es unter unserer Plane jetzt schon eher eine WG, alle kochen miteinander, kaufen gemeinsam ein, und machen auch sonst alles zusammen.


So ist es übrigens zu unserer Planen-Gemeinschaft gekommen:

Damals, als wir Ultimate Frisbee gespielt haben, haben wir Brie kennengelernt. Sie hat gemeint, seit alle ihre Freunde zurück nach Christchurch sind, kommt sie sich wie ein Leprakranker vor, ganz allein unter ihren Planen, mit dem eigenen Tisch, und keiner will dort hin. Also haben Sarah und ich uns „erbarmt“, ihr Gesellschaft zu leisten und sind zu ihr gezogen.

Als Brie dann schließlich zurück nach Christchurch musste, war die Frage, wie wir das mit den Planen machen. Sie hätte sie uns ja geschenkt, aber ihr Freund hat ihr ausdrücklich gesagt: „Don't give anything to the hippies!“ Also haben wir ihr, damit sie nicht mit leeren Händen nach Hause kommt, die Planen abgekauft.


So langsam ist es für mich jetzt doch mal Zeit geworden, weiterzureisen, und es hat sich ergeben, dass ich jetzt mit Ayla und Marsha am Sonntag Richtung Christchurch und von dort nach Castle Hill aufbrechen werde. Sechs Stunden nach Christchurch, eine weitere nach Castle Hill.

Das Castle Hill Basin ist DIE Bouldergegend in NZ, mit mehreren tausend Boulderproblemen. Ayla ist überhaupt nur wegen dem Film von Chris Sharma in Castle Hill nach NZ gekommen.


Hm, schaut nach nem kurzen Eintrag aus, aber besser als gar nix.

In Castle Hill gibt es übrigens außer Bouldern absolut garnix. Kein Handyempfang, kein Internet, nicht mal nen Supermarkt oder Campingplatz (was das ganze aber deutlich billiger macht). Wir müssen also in Christchurch für die ganze Castle Hill-Zeit einkaufen, auch weil alle Supermärkte dazwischen extrem überteuert sind; Monopolstellung halt.



1 Kommentar 12.2.10 05:08, kommentieren

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Der erste Eintrag im Jahr 2010! Diesmal wird’s vielleicht eine etwas gekürztere Fassung. Silvester: Im Mussel Inn (dazu später noch mehr) mit Liveband, aber irgendwie ist Silvester hier einfach nicht das, was es bei uns ist. Es gibt keine richtige Kälte, keinen Sekt, vor allem aber KEIN FEUERWERK und keine angespannte Stille in den Sekunden vorm Jahreswechsel! Ach ja, und ich war Fahrer, weil ich bei Tsching Tschang Tschong verloren hab. Wainui Falls, die Zweite: Zum Glück sind manche Orte hier so toll, dass man sie ohne Probleme öfters besuchen kann. Diesmal waren wir allerdings ein paar Leute mehr, zu viert, und auf dem Weg hoch zu den Falls haben wir noch zwei Aucklanderinnen getroffen, mit denen wir dann den Nachmittag dort verbracht haben. Danny hat sie dann überzeugt, dass sie anstatt zurück nach Nelson in ihren Backpacker doch auch im Hangdog bleiben können. Man muss dazu sagen, dass die beiden Mädchen doch „very city“ waren, was dann besonders die Zeit, bevor die beiden im Hangdog angekommen sind, sehr lustig gestaltet hat. Danny hat ihnen das ganze irgendwie mehr als richtigen Backpacker verkauft, und naja, das ist das Hangdog halt einfach nicht so ganz ^^ Um das ganze noch zu toppen kam Danny dann genau zu dem Zeitpunkt, als über die Erwartungen der beiden spekuliert wurde, um zu fragen, ob jemand Eis für den Champagner der beiden hätte :P Das Mussel Inn: Das Mussel Inn ist hier so eine Wirtschaft/Kneipe, die fast schon bayerischen Maßstäben entspricht. Fast genauso zentral gelegen wir Gantenham, verkaufen nur ihr selber gebrautes Bier, und sie haben sogar etwas, das man schon direkt Biergarten nennen könnte! Dieser „Biergarten“ besteht aus ein paar Bänken und Tischen wie man sie von Almhütten kennt, aber es gibt am Abend auch ein Lagerfeuer mit Sitzgelegenheiten rundrum. Der rustikal eingerichtete Innenbereich ist kleiner als unser Wohnzimmer in Au, alles Essen und Trinken muss man sich an der Bar abholen. Zweimal die Woche spielen Livebands kostenlos, hauptsächlich Reggae, und auch noch wirklich gute! Wenn man nach dem Konzert dann ein bisschen Hunger hat kann man auch mal bei der Küche nachfragen, ob sie vielleicht noch kostenlose Überbleibsel haben, für die armen hungrigen Gäste draußen. Besonders Samstags besteht der Großteil der Besucher aus Hangdog people, das Camp ist dann immer wie ausgestorben. Meine erste Verkehrskontrolle: Die war an meinem Geburtstag, auf dem Heimweg vom Kino in Takaka. Wenn die Polizei hinter einem mit Blaurotblinklicht herfährt, dann wollen die was von einem. Meine hintere Scheibe war allerdings so angelaufen, dass es etwas lange gedauert hat, bis jemand das auffällige Blinken hinter uns bemerkt hat. Die Diskussion, ob die damit uns meinen, hat dann die Sirene beendet und ich bin rechts ran gefahren. Da wir hier erstens in Neuseeland und zweitens auch noch in der Golden Bay sind, hat sowas aber keinen Einfluss auf die Laune der Polizistin gehabt. „Hi, didn't you see me?“ „Äh yes, but I didn't know if you meant me. In Germany they have some signal that shows you that they mean you.“ Yeah...In New Zealand the emergency lights mean that you shall stop. Did you drink anything tonight? „Äh...no?“ „Ah ok, it's just because I followed you when you left from that bar. Do you have an international drinving license with you?“ „Yes, but it's somewhere in the back of the car.“ „Ok. Where are you heading?“ „Takaka. Äh Hangdog Camp“ „Ok, goodbye then.“ Nachdem der Film eher weniger zum Lachen angeregt hat, hat das die Verkehrskontrolle dann übernommen :P Polizist in Takaka ist bestimmt ein chilliger Job ^^ Ich hab eigentlich vor ein paar Tagen geplant, nach Christchurch zu gehen und dort ein bisschen zu arbeiten, aber den Plan am nächsten Tag schon wieder verworfen, weil Hangdog einfach so ein genialer Platz ist. Ich bin auch bei weitem nicht der einzige, dem es so geht. Der, der am längsten da ist, ist seit 17 Monaten hier. Ein anderer wollte bei seinem ersten Besuch eine Woche bleiben, am Ende waren es dann elf Monate, und jetzt ist er schon wieder seit einem halben Jahr hier. Well, was lässt sich über die Tage hier so sagen? Ich hatte einen Sturz, bei dem ich mir einen hübschen ropeburn in der Kniekehle geholt hab. Den Tag drauf hab ich trotzdem geklettert, was nicht unbedingt dazu beigetragen hat, dass das Ding (Achtung! Atemberaubende Alliteration!) schneller verheilt. Am nächsten Tag wiederum hab ich zwar vom Klettern eine Auszeit genommen, dafür aber am Abend eine sehr intensive Partie Ultimate Frisbee mitgemacht. Solche Sachen funktionieren hier recht gut, da sich in einem Camp für Kletterer doch durchaus einige sportliche Leute finden lassen. Mit dem Ultimate Frisbee, das wir beim Fellner in der Schule gezockt haben kann man das nicht vergleichen. Heute (19.1.) und gestern hab ich dann bis auf Slacklinig wirklich nichts gemacht und mir außerdem eine Salbe in der Apotheke besorgt, und siehe da, es ist schon deutlich besser. Eine weitere Konsequenz des ropeburns war eine neue robuste Dreiviertelhose. Außerdem hab ich heute zum ersten mal mein Zelt an einen anderen Ort verfrachtet, hübsch vor Regen geschützt unter eine Plane, nur zwei Meter von einem Tisch weg. Ach ja, am Sonntag war ein Cardboard Boat Race! Einige Leute haben dafür ein richtiges Drachenboot gebaut, mit Galionsfigur (so eine Puppe zum Bekleiden für Boutiquen) und Drachenkopf! Und obwohl einem unserer beiden Ruderer gleich beim Start das Ruder abgebrochen ist war das Hangdog-Boot bis kurz vor Schluss auf Siegeskurs, aber wegen einer nicht ganz so divine intervention einer gesunkenen Bootscrew hat sich dann ein kleiner Sarg durchgesetzt. Zumindest hat unser Team den Preis für die wildeste Fahrt gewonnen und sind zweiter geworden. Insgesamt gings eh mehr um fun als ums gewinnen, vor allem da es kaum ein Boot bis ins Ziel geschafft hat, und der Preis für Team Hangdog war ein 40$-Gutschein für die Roots Bar, was den beiden bestimmt besser taugt als die Eco-Tour zum Farewell Spit ^^ Insgesamt hab ich bestimmt fünf mal mit dem Eintrag angefangen und ihn jetzt erst fertig, ich bin einfach viel zu busy ^^

3 Kommentare 19.1.10 21:50, kommentieren

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Was letztes mal zwischen den Zeilen keinen Platz mehr hatte:


Abel Tasman:

Gestartet bin ich um kurz nach drei, der Gezeiten wegen.

Ich hab Simon und Franzi getroffen, als ich gerade von einem falschen Weg zurückgekommen bin und die beiden genau den gleichen Fehler begehen wollten.

Auf diesem Umweg hab ich auch die erste Bekanntschaft mit einem Oyster Catcher gemacht.

Der Sand ist an manchen Stellen alle paar Meter anders. Mal teigig, mal hart, mal weich.





Was jetzt in den Zeilen Platz findet:


Wir sind jetzt momentan beim Klettern zu viert, Anja (Regensburg) und Matt (Dunedin) sind noch zu uns gestoßen, weil beide etwa zur gleichen Zeit hier angekommen sind und beim Umschauen auch etwa zur gleichen Zeit genau dort rausgekommen sind, wo Steffen und ich grad beim Klettern waren. Jetzt muss ich nicht mehr alles vorsteigen, is auch mal ganz angenehm, so ein bisschen Topropen. Außerdem Klettern wir auch alle die gleichen Schwierigkeitsgrade, wenn auch auf sehr verschiedene Arten. Matt arbeitet hauptsächlich mit Kraft, Anja mit Balance, ich mit einem Mittelding und Steffen mit Kampf.

Da Matt und Anja auch im Hangdog sind, startet das ganze Gekraxle jetzt schon um... früh.

Und obwohl schon seit bestimmt zwei Wochen das Tor vom Hangdog einen mit dem netten Hinweis „Fully Full Man!“ begrüßt, wird es immer voller und voller. Vor ein paar Tagen waren auf einmal acht neue Zelte auf dem Stück wo ich bin. Aber who cares, das Hangdog Camp ist ja schließlich der coolste Zeltplatz auf der Welt.

Ich wollt eh mal nen Eintrag dafür machen, kann ja jetzt hier Platz finden.


Nur wer Kletterausrüstung vorweisen kann kommt auch rein, zumindest von Dezember bis Februar

Es gibt zwei Klos und eine Dusche

Zahlen tut man, wenn es einem grade passt.

Regeln sind nicht so viele da, und die die da sind, sind sehr dehnbar

Eine Übernachtung kostet ganze 6$, also 3€, eine Dusche kostet 1$, aber es gibt ja auch den Fluss

Hier gleich gegenüber gibt es ein nahezu perfektes swimming hole im Fluss, mit einer Affenschaukel auf etwa 6 Metern, man kann von 8 Metern runterspringen, man kann direkt überm Wasser super bouldern, bis zu den 8 Metern hoch und es wohn keiner in der Nähe, der sich wegen der Lautstärke beschweren würde. An den tiefen stellen wohnen Aale, die hier manche noch ganz oldschool mit Speeren jagen.

Aufs Klo gehen ist durchaus interessant, weil alles vollgeschrieben ist, und nicht mit so langweiligen Sachen wie Verewigungen, sondern z.B. mit einer Liste, wodurch man Hippie-Points gewinnt/verliert, außerdem sind alle aktuellen Informationen dort zu finden.

Die neueste Liste aufm Klo ist ein „Thou shalst/Thou shalst not“ fürs Klettern.

Es gibt am Bunk House, dem Gay Carabiner, eine Anzeige, wie stark die Schwerkraft heute ist.

Man könnte eigentlich so viel zum Camp sagen, aber man muss es einfach erleben.

Für mehr Infos: hangdogcamp.co.nz


Ach ja, Weihnachten war ja auch noch, am 25. natürlich.

Dafür wurden alle Tische und Bänke hier zusammengestellt, jeder hat ein bisschen was zum Essen gemacht und dann gabs ein riesen Buffet. Anschließend haben alle, die ein Secret Santa Present beigesteuert haben, eben ein solches bekommen, von einem richtigen Takaka-Santa. Einer hier aus dem Camp, der vielleicht so ende vierzig ist, mit Vollbart und Dreads (wenn auch in rot), hat sich dafür zur Verfügung gestellt, die Fotos von ihm werden bald auf Facebook sein, schaut einfach zu genial aus ^^ Als alle ihre Geschenke bekommen hatten, haben dann alle ums Feuer herum die Sachen vor allen anderen aufgemacht, waren echt interessante Dinge dabei :P


Now back 2 whatever the topic wasn't.

Dadurch, dass Steffen und ich jetzt schon ein paar Grade höher klettern als am Anfang, gehen uns auch die Sachen noch nicht aus, und so langsam hab ich mich sogar schon an die gemeinen Sloper hier gewöhnt. Auch die Sicherheit im Vorstieg ist bei mir jetzt schon deutlich höher, learn to control your fear. Commit yourself to the Rock!

Wir haben eine Route gemacht, bei der die very balancy Crux tollerweise an einer Stelle liegt, wo man, wenn man vorsteigt, bei einem Scheitern direkt auf eine Platte unterhalb treffen würde. Elvis lives in Takaka ist deswegen auch als „ankle breaker“ bekannt. Ich bin zum Glück beide male nicht runtergefallen. Ach ja, seit Weihnachten laufen hier die ersten Verletzten rum.

Heute (28.12.) haben wir eine (noch namenlose) Route gemacht, die so in etwa alles vereint, was man so klettern kann. Bouldermäßiger Start im Überhang, von wo aus man sich mit sehr dynamischen Zügen über die Kante arbeitet, dann ein sehr technischer Teil, gefolgt von ein paar Slopern und einem balancelastigen Hochstopseln auf eine kleine Platte. Es gibt noch einen alternativen Start einen halben Meter weiter, der deutlich technischer ist. Twist your left knee in under the roof and reach for the next hold behind your back. Der erste Start ist denk ich der erste Zug hier, bei dem es ein wirklicher Vorteil ist, wenn man nicht so groß ist, weil man den rechten Fuß schon mit wirklich extrem wenig Platz vor die eigene Brust ziehen muss.


Ich geh jetzt mal zum Lagerfeuer, den Abend ausklingen lassen.


Have fun!

Anmerkungen:

Im Supermarkt steht bei den Früchten immer dabei, nach welchen Kriterien man sie aussuchen soll und was sonst noch zu beachten ist.

Die Leute die im Abel Tasman National Park ein Haus haben, beliefern dieses meist mit ihren eigenen Helis.

Fast immer, wenn ich zwischen OpenOffice und iTunes hin- und her springen möchte, klick ich auf Firefox

Ich sag mittlerweile schon Eiscreme

Wen man einem Aal das Herz richtig rausnimmt schlägt es NACHHER noch etwa eine halbe Stunde

Mein Kletterenglisch ist glaub ich schon besser als mein Kletterdeutsch

Slopers are evil

Sloper sind die Art von Griffen, die weniger als horizontal sind und auf denen man sich nur wegen der Reibung festhalten kann

Commit yourself to the rock!

Ich hab bisher noch kein Problem damit, dass ich schon ewig lang keine richtige warme Mahlzeit mehr hatte. Sind glaub ich schon zwei Wochen.

 

 

 Die Regeln vom Hangdog:

Some Simple Rules

Please:
NO DOGS- We love the things but they make a real mess. This is non-negotiable.
MUSIC- Past dark/10pm there is to be NO electronic music in camp. Any base frequencies are really annoying to the neighbors- camp and local alike. Bust out the guitar, triangle or coconut and have a ho-down but please, keep it respectful.
SPEED LIMIT- This is to be kept to 5km per anum (really really friggin slow) as there is often children, other vehicles and vacant minded hippies around every corner.
ALCOHOL/ DRUGS- Basically do what your gonna do but keep it respectful. We do not condone the use of any drugs in Hangdog, and if substances start getting out of hand, steps will be taken. However, the camp is often the home of many a social evening and everyone is encouraged to have fun.

 

2 Kommentare 28.12.09 22:31, kommentieren

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Und nun zu den Tagesnachrichten.


Golden Bay Area – 17. - 22. 12. 2009

Das DownUndest-Blog-Team hat einstimmig die Golden Bay Area zum idealen Platz auf Erden erkoren. Neueste extrem wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Golden Bay Area weltweit führend bezüglich der Konzentration phantastischer Orte ist.

Untersucht wurden neben dem „Highway“ unter den Great Walks, dem Abel Tasman Coast Track und der Metropole der Gegend, Takaka, auch das Paynes Ford Scenic Reserve, die Pupu Springs und einige weitere. Für Risiken und Nebelwirkungen fragen sie die Packungsbeilage und lesen sie ihre Farce oder Apokryphen.

Alle Anspielungen auf den Herrn der Ringe sind purer Zufall, sind separat entstanden und haben bestimmt nichts damit zu tun.


Abel Tasman Coast Track – Verrostete Sandstrände reihen sich hier in malerischen Buchten aneinander, umgeben von regenerating forest, türkisem Meer. Bevölkert wird der Abel Tasman National Park hier in den Küstenregionen hauptsächlich von vampiristischen Sandfliegen und überwiegend mit Sandalen bewaffneten Rentnern und Familien. Vereinzelt trifft man aber auch Backpacker [Simon und Franzi, überraschenderweie aus Deutschland ] an.Gut durchdachter Zufall bei der Planung kann einem eventuell eine Nacht ganz alleine an einem ruhigen Strand bescheren.

Vorsicht geboten ist besonders bei den vom Aussterben bedrohten Oyster Catchern, die, wenn man sich ihrem Nest zu sehr nähert, weckerwild fiepsen und panisch-aggressiv auf einen zuhoppeln. Des weiteren hüte man sich vor den Gezeiten, die einige Wegabschnitte den Großteil des Tages für sich beanspruchen, sowie der Sonne, die auf den spärlich bewachsenen Hügelsatteln ohne Rücksicht auf Passanten Spiegeleier brät.

Der Rückweg über das Wasser ist zwar nicht die günstigste Variante, gibt einem aber noch einmal einen guten Einblick auf sonst Verborgenes, wie etwa die Hinterlassenschaft eines berühmten Besucher des Nationalparks, Gimli, Gloins Sohn, der dort, nach einem Autogramm gefragt, stattdessen eine mächtige Felskugel gespalten hat, wohl um seinen Analphabetismus zu vertuschen.


Te Waikoropupu Springs – Die Te Waikoropupu Springs, kurz einfach Pupu Springs, sind unterirdische Quellen nahe Takaka. Das Wasser dort ist so klar, dass mir dafür gerade kein Vergleich einfällt. Dem Hinweis, dass das „reputedly the cleanest fresh water spring in the world“ ist, kann man getrost glauben.


Wainui Falls – Genauso kalt wie schön sind Wainui Falls, die hauptsächlich aus einem Wasserfall bestehen. Baden im zugehörigen Pool wird ausdrücklich empfohlen, einfach um seiner masochistischen Ader einen Gefallen zu tun. Nach einer halben Minute im Wasser macht sich ein Gefühl in Händen und Füßen breit, das die meisten nur vom zu schnellen Essen von Eis im Mund kennen.

Der Weg, der über den Fluss beim Pool des Wasserfalls führt, und der ungefähr so viel ein Weg ist wie der Mount Everest ein Hügel, lässt sich mit einem Zweiwort beschreiben: to gollum. Golluming dient neben der Belustigung der Zuschauer auch tatsächlich der Fortbewegung in Terrain mit besonderen Bedürfnissen, wie eben diesem „Weg“. Desweiteren mindert Golluming das Krebsrisiko.

Insgesamt kann man ohne Probleme eineinhalb Stunden am Wasserfall schwimmen, gollumen und sitzen und dumm schauen. Heiße Tage sind dafür besonders geeignet, dann ist es nämlich nicht so kalt.


Cape Farewell/Wharariki Beach – Am Montag machte sich eine extrem internationale Delegation, bestehend aus zwei Deutschen und einer Französin, auf den Weg von einem iSight Infromation Centre über Cape Farewell zum Wharariki Beach. Laut iSight braucht man für diesen Weg exakt zwei bis sechs Stunden. Es empfiehlt sich, wie wir die Gezeiten zufälliger Weise optimal zu erwischen und etwa eine Stunde nach Flut um etwa vierzehn Uhr in Takaka aufzubrechen. Dadurch kann man den Anfang des Weges entlang eines Strandes in Richtung Farewell Spit an einem strandigen Strand entlang gehen, mit dem Meer nur fünf Meter rechts von einem anstatt einem Kilometer. Mit etwas Glück und Irrwegen findet man dann auch den Weg, der vom Strand landeinwärts führt und wo einen ein Schild darauf hinweist, dass man am Strand auf Treibsand hätte aufpassen sollen.

Im Folgenden bewegt man sich über Private Farmland, mehr oder minder ohne wegigen Weg, sondern von Pfosten zu Pfosten. Alle paar hundert Meter sind allerdings dann doch auch mal fünf Meter Trampelpfad dabei, der Rest geht quer über Wiesen, vorbei an Rindern und Schafen, durch hohes Gras und Schafkacke. Alles in allem ein sehr ersterteilvomherrnderringeiger Weg mit einem Schuss Rohan drinnen, aber auch an sehr steilen Klippen entlang. Eine davon ist Cape Farewell, der westlichste Punkt Neuseelands.

Nach zwei bis sechs Stunden ist die Expedition letztendlich am Wharariki Beach angekommen, der einfach vast ist, besonders bei Ebbe. Große Strände gibt es viele in Neuseeland, aber die gekonnte Kombination von enormen Felsen und vast beach schafft eine einzigartige Landschaft, mit der auch der Abel Tasman nicht mithalten kann. Fotos können diesen Ort nicht wirklich beschreiben, da sie irgendwie die Weite des ganzen nicht so recht zu fassen vermögen. It's a kind of fantasy place.

Am Strand trifft man einige Robben an, die man trotz ihrer unauffälligen Camouflage und ihres laufenden Tote-Fische-Spiels bereits aus einiger Entfernung am Geruch erkennen kann.

Auffällig ist auch, dass gleich drei der Felsen verblüffende Ähnlichkeit mit einem Mann mit Bart und Titten aufweisen, könnte aber auch eine Zwergin sein, so wie Gimli diese beschreibt.

Nach ausgedehnten Erkundungen machte sich das Team, da zu faul sechs weitere Kilometer zu Fuß zu bewältigen und angesichts dem nahenden Sonnenuntergang, per hitch-hiking auf den Weg zurück zum Auto und musste dafür sogar eine ganze Person fragen.


Today, a young man on acid realized that all matter is merely energy condensed into a slow vibration. That we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There is no such thing as death, life is only a dream and we are the imagination of ourselves. Here's Tom with the weather.

5 Kommentare 22.12.09 23:39, kommentieren

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Mittwoch, 16. Dezember


Christmas is coming closer and closer, aber daran denk ich bisher überhaupt nicht. Wie auch, bei sommerlichen Temperaturen und Meer?

Nach zwei Tagen reinem Autofahren (abgesehen von der dreistündigen Bootsfahrt zur Südinsel) und zwei nicht gerade angenehmen Nächten im Auto bin ich in Takaka bzw. Pohara angekommen.

Takaka ist bisher die sympathischste Stadt in der ich war/bin. Mit 1200 Einwohnern ist des die größte „Stadt“ der Golden Bay Region und deren Zentrum. Hauptsächlich leben hier Hippies und Künstler, aber auch einige verstreute Farmer, was Takaka zur wohl lässigsten Stadt der Welt mach. Mit Dreadlocks kann man auf jeden Fall gut in Takaka untertauchen ^^ Auf der Commercial Street reihen sich Boutiquen und Art Galleries aneinander, ab und zu von ein paar Cafés und Bars umgeben.

Und so ganz nebenbei ist auch noch Neuseelands größtes Sportklettergebiet, Paynes Ford, gleich um die Ecke. Es ist echt lustig wie sehr die Landschaft hier der unsrigen ähnelt! Wenn man das Paynes Ford Scenic Reserve betritt ist rechts Wiese, die eins zu eins die gleichen Pflanzen hat wie bei uns! Butterblumen, Löwenzahn, Gänseblümchen, Margeriten, sogar das Unkraut ist das gleiche.

Die einzigen drei Unterschiede sind, dass es hier im Wald Palmen gibt, die Berge/Hügel sind runder und das Meer ist auch noch da (allerdings riecht es nicht so meerig wie ich es gewohnt bin).

Lustiger Weise ist Mark Brignole, bei dem ich wwoofe, der Verantwortliche für neue Routen ^^

Die Wege zu den Kletterwänden sind selbst ein Abenteuer für sich. Lianen bilden perfekte Stolperfallen, der Boden ist matschig und rutschig, und es gibt viele Wege die gar keine sind und plötzlich im Nichts enden, und wenn man sich umdreht auch aus dem Nichts kommen. Das nächste Problem, wenn man dann mal eine Wand vor sich hat, ist, herauszufinden, welche das denn nun ist. Mit mittlerweile drei Guides ausgerüstet und gewisser Ortskunde geht das jetzt sogar schon recht gut.

Ich muss jedes mal drei paar Schuhe mitnehmen, um den Anforderungen hier gerecht zu werden! Wanderschuhe zum Hochgehen, Kletterschuhe zum Klettern und Flip-Flops während dem Sichern.

Das Klettern hier ist wieder ganz anders als in Wharepapa South. A lot of slopers, limestone, und teilweise schon richtig abgegriffen. Aber man gewöhnt sich schon recht gut dran.

Ich kletter momentan mit Steffen, den ich an der Wand getroffen hab, und der hier in Takaka in nem Backpacker wohnt.

Bis letzten Samstag war mein Tagesablauf ziemlich vorhersehbar: 7:30 aufstehen, bis 10 im Internet, 2 Stunden Unkraut jäten, Klettern, Abendessen, Bett.

Am Sonntag war der erste Tag Kletterpause, außerdem gab es bei der Wwoofing-Stelle keine Arbeit mehr, bzw. Tracey und Mark hatten beide zu viel am Hals um mir welche zu geben, also good bye! Tracey hat übrigens eine der Boutiquen in Takaka und Mark, den ich nie gesehen hab, war auf der Nordinsel Strommasten kontrollieren, und es sind wohl nur noch 2800 übrig ^^

Am Montag bin ich zum ersten mal ein bisschen richtiger gefallen, ca. 4 Meter, ein bisschen gebremst und genau mit dem Knie den einzigen Stein am Boden getroffen und Steffen in die Lüfte erhoben. Hab deswegen auch gestern und heute Pause gemacht und schau, dass ich morgen den Abel Tasman Coast Track in Angriff nehme, 52km goldene Sandstrände entlangmarschieren :P

1 Kommentar 16.12.09 00:44, kommentieren

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Samstag, 5. Dezember


Gestern bin ich von Jennifer aus aufgebrochen in Richtung Südinsel, mit Zwischenstopp at Bryce's. Bis ich endlich losgefahren bin war es dann doch schon wieder viertel nach drei, dann noch ein paar Sachen bei Pack'n'Save besorgen, und schon war's vier.

Die Fahrt zu Bryce's Rock Climbing Café war nicht bergig, enthielt keine plötzlich auftauchenden einspurigen Brücken oder sonstige Gemeinheiten, nicht einmal Kamikazevögel, und verlief bis auf ein paar Extrakilometer auf dem Weg durch Hamilton ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse.

Letztendlich angekommen musste ich feststellen, dass es überhaupt nicht so überbucht ist wie ich gedacht hab, ich war nämlich der einzige dort. Es war ja so, dass ich eigentlich schon Montag dort sein wollte, aber es war bis Donnerstag alles ausgebucht gewesen. Wendy, Bryce's Frau, hat mir dann erzählt, dass das eine Gruppe der Navy war, die einfach alles gebucht hatte.

Etwas später sind noch drei Freunde von Bryce eingetroffen, die ich allerdings nicht wirklich zu Gesicht bekam.

Bryce's Rock Climbing Café ist überraschenderweise speziell auf Kletterer zugeschnitten. Es gibt einen kleinen Boulderraum, die Zimmer sind mit Kletterpostern gepflastert, es gibt den anscheinend einzigen reinen Klettershop und im Café laufen ständig Kletterfilme.

Am Abend hab ich noch etwas im Boulderraum verbracht, kurz mit Bryce geratscht und anschließend um noch ein bisschen Zeit zu verplempern mir noch die letzten beiden South Park-Folgen angeschaut.

Dieser Tag war glaube ich der erste, den es tatsächlich komplett durchgeregnet hat, und Bryce hat gemeint, bei ihnen wäre die letzte Woche die verregnetste seit Jahren gewesen. Regen ist natürlich genau das richtige Wetter, um Klettern zu gehen!

Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht mit dem sicheren Gefühl, dass es bestimmt schon mindestens elf ist, ein Blick auf die Uhr verriet mir aber, dass es noch nicht einmal neun war.

Draußen hat's immer noch nicht wirklich rosig ausgeschaut, weil dicke schwarze Wolken den Himmel für sich beanspruchten und es war auch ziemlich kühl.

Nach einem ausgiebigen Frühstück von ganzen zwei Nutella-Toasts (zwei weitere hab ich zwar getoastet, aber nicht mehr geschafft) warf ich einen Blick in den Shop und hab dort dann auch ziemlich an Geld gelassen. 459$ Seil, 375$ Crashpad, 12 Expressen à 19.90$, 29.90$ Ropebag und 50$ für die beiden Übernachtungen machen satte 1152.70$, umgerechnet 555 Euro und einen Cent.

Das ganze Equipment muss man natürlich gleich richtig ausprobieren, und ich war ja zufällig gerade in einem der besten Klettergebiete Neuseelands.

Bryce meinte, dass etwa acht bis zehn Kletterer an Froggat Edge, der Hauptwand hier, wären, und dass es normalerweise kein Problem sei, einfach dort hinzufahren und bei irgendjemandem mitzuklettern. Um kurz vor zwölf also gratis Guide (ein selbstgedrucktes Geheft aus DinA4-Blättern) gepackt, rein ins Auto und los geht’s, die drei Kilometer zur Froggat Edge. Um dort hinzugelangen muss man auf privates Farmland, aber seit vor ein paar Jahren der Besitzer von Castle Rock, einem Klettereventanbieter hier vor Ort das ganze gekauft hat, ist das ganze beschildert und man muss auch nicht mehr um Erlaubnis fragen. Einzig das Metallgitter am Beginn der Zufahrt muss man hinter sich schließen. Froggat Edge besteht aus insgesamt elf Wänden mit über hundertdreißig Routen und ist nur eines von fünf Klettergebieten im Umkreis von wenigen Kilometern.

Die erste Zeit hat sich leider niemand zum Mitklettern gefunden und so hab ich mich etwas umgeschaut, gegen dreiviertel zwölf allerdings ist ein Pärchen aus Flandern, Jan und Jurke (keine Ahnung ob man das so schreibt) angekommen, mit denen ich den Rest des Tages verbringen und endlich zum ersten Mal an richtigem Fels (Ignimbrite, also das selbe wie am Hot Water Beach) klettern konnte. Aufgrund der Sprache hab ich erst gedacht, sie wären Schweizer, mit den vielen harten Chs, aber es hört sich insgesamt eher an wie eine Mischung aus Schwitzerdütsch und Holländisch mit dänischem Akzent, definitiv liebenswert ^^

Dabei hab ich jetzt auch die Grundbegriffe des Kletterns auf Englisch sowie den Umgang mit dem ATC gelernt und dass es draußen einfach besser ist als in der Halle. Die beiden anderen waren auch noch eher Anfänger, was eigentlich ganz gut gepasst hat.


Angefangen haben wir an der achtzehn Meter hohen Slug Wall mit einer hübschen 15 (VI nach UIAA) namens Ninja zum warm werden, um dann noch die 16er (VI) Spiny Norman und die 17er (VI+) Snarf. Die ersten beiden bin ich vorgestiegen, die letzte Jan. Alle Routen hatten in etwa eine leicht knifflige Stelle, aber der Rest war angenehm. Da das Klettern hier hauptsächlich aus netten pockets besteht, hat man sehr deutlich gemerkt, dass die letzte Woche extrem verregnet war, weil man in den meisten noch hübsch Wasser gefunden hat und die ersten eineinhalb Meter des zweiten Teils von Spiny Norman waren so glitschig, dass man die Füße einfach vergessen konnte.

Bei Snarf hat sich Jan dann noch verklettert und ist irgendwo im Nirgendwo rausgekommen, und das obwohl Snarf nur acht Meter lang ist ^^ Mit einigen Mühen hat es dann aber auf Umwegen wieder zurück geschafft.

Das Wetter hatte sich bis dahin wirklich gebessert und es war für Neuseelandverhältnisse überraschend viel blauer Himmel, was aber auch bedeutete, dass die Sonne ohne Erbarmen auf uns runterbrannte, trotz nur etwa zwanzig Grad (was so brennt wie in Deutschland etwa siebenundzwanzig Grad).

Gut aufgewärmt machten wir uns auf zum Main Cliff, das immerhin schon fünfundzwanzig Meter hoch ist und auch einige sehr schwierige Routen beherbergt. Also haben wir den Guide rausgeholt und erst noch einmal nach einer einfacheren Route geschaut, allerdings wollten wir uns auf der Abbildung der Wand am Anfang nicht so ganz zurechtfinden, da vor allem an der Wand viel mehr Routen geschraubt als auf dem Führer angezeigt waren.

Wir haben uns dann aber doch eine 16er ausgeguckt, um auf der höheren wand nicht zu schwer einzusteigen.

Ich hab wieder den Vorstieg gemacht, und bis auf den bouldertypischen Einstieg waren die ersten zehn, zwölf Meter auch relativ einfach. Allerdings hat der Schwierigkeitsgrad dann plötzlich deutlich angezogen und so langsam hab ich es auch schon immer mehr in den Unterarmen gespürt. Mit ein paar Pausen bin ich noch bis circa drei Meter beziehungsweise eineinhalb Expressen unterhalb des Endes gekommen, aber weiter ging es einfach nicht mehr. Jan hat mich dann abgelassen und unten ist mir aufgefallen und sich selbst an der Route versucht, auch um meine Expressen einzusammeln und das ganze in eine Top Rope umzuwandeln. Bei ihm war allerdings schon eine Expresse früher Schluss, und so blieb die letzte vorerst mal dort oben. Als er auch wieder unten war ist uns bei einer genaueren Betrachtung des Führers dann aufgefallen, dass das Main Cliff gleich zwei Seiten für sich beansprucht, die beide unterschiedliche Teile beschreiben und ihre eigenen Abbildungen haben. Die Zeichnung auf der anderen Seite machte plötzlich viel mehr Sinn, und auch dass die Route ein paar Grade höher eingestuft war. Sie trägt übrigens den hübschen Namen „Terror Incognito“; sehr passend, sehr incognito. Die kurze Anmerkung zu der Route, für die wir sie ursprünglich hielten, hat allerdings tatsächlich auch weitestgehend gepasst; power moves at the base and slabe move at the top.

Nun hatten wir das Problem mit der einen Expresse, die da oben noch baumelte.

Zum Glück kann man auch alle Wände hochgehen, sodass Jan eine Top Rope mit meinem Seil installieren konnte, wenn auch mit einigem Aufwand.

Zuerst hab ich nochmal versucht hochzukommen, aber war schon zu ausgelaugt, aber auch Jan und Jurke haben es nicht geschafft. Hm, dumm.

Nach einigem Hin und Her zwecks Abseilen, was dann doch keiner gemacht hat, hat Jan gemeint, er wolle es noch einmal versuchen, und mit ein paar Pausen hat er's tatsächlich bis zu der Expresse geschafft, auch wenn er beim letzten Teil wieder von der eigentlichen Route abgekommen ist, wo diesmal aber zumindest eine andere war.

Endgültig ausgepowert haben wir unsere Sachen gepackt und sind zurück zu den Autos, wo wir uns dann verabschiedet haben.

Diesmal hat mich der Blick auf die Uhr in die andere Richtung überrascht. Es war tatsächlich schon sieben! Ich hätte mit maximal fünf gerechnet, aber die ganze Expressenaktion hat wohl um einiges mehr Zeit verschlungen als gedacht.

Finally back to Bryce's, duschen, abendessen und gleich den Eintrag schreiben, damit ich nicht wieder alles vergesse, was eigentlich hier rein sollte. Beim Abendessen ist mir dann aufgefallen, dass ich den ganzen Tag nur vier Nutella-Bananen-Toasts, vier Cookies und einen Apfel gegessen hab, und während dem Schreiben jetzt fallen mir immer mehr Sachen ein, die ich noch schnell einfügen will, weswegen es jetzt immer später und später wird.

4 Kommentare 7.12.09 22:32, kommentieren

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Nach langem wieder mal was Neues ^^

Ich wollte eigentlich schon letzte Woche Montag wieder was schreiben, habs aber wie ihr seht wohl doch nicht gemacht.

Letzte Woche Sonntag war ich auf meinem ersten (sehr kurzen) tramping track. Wanderwege sind hier in drei Kategorien eingeteilt:

Short walks sind kurze Wege bis etwa 45 Minuten.

Walking tracks sind Wanderungen wie bei uns halt auch.

Und dann gibt es eben noch tramping tracks, die Abenteuervariante. An allen Eingängen zu tramping tracks wird darauf verwiesen, dass man „moderate to high backcountry and survival skills“ haben sollte.

Zum Anfang wollte ich einfach mal den kürzesten überhaupt nehmen, two hours return, weil man weiß ja nicht unbedingt, was einen da genau erwartet.

Ich hatte eigentlich gar nicht vor, den tramping track noch zu gehen, da es extrem neblig war und schon die ganze Zeit nach Regen ausgeschaut hatte. Naja, ich habs trotzdem gemacht, obwohl es schon zwei Uhr war.

Auf dem Weg dorthin sind mir außer fetten Jeeps keine Autos entgegen gekommen und auch die Parkplätze waren alle leer.

Der Anfang des Weges war wieder mal eine dieser Hängebrücken über den Kauaeranga River, aber das war auch die einzige Brücke. Der eigentliche Weg ging entlang, über und durch einen kleinen Seitenarm des Kauaeranga Rivers, aber zum Glück hab ich mir ein paar Tage zuvor Gamaschen gekauft. Insgesamt hab ich den Fluss wahrscheinlich hundert mal überquert und bin dabei in tausend Spinnennetze gerannt. Meistens war es so, dass man den Fluss überquert hat, fünfzig Meter nebenher ging, dabei knöcheltief im Matsch versank , nur um ihn dann wieder zu überqueren. Bis zum Ziel, dem Taewaere Dam, hab insgesamt etwa eine Stunde gebraucht, vom Damm selbst hat man überhaupt nichts mehr gesehen, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Auf dem Rückweg, mit schon deutlich mehr Erfahrung in Flüsschenüberquerungen, hab ich dann beschlossen, eine Zeit lang nicht den Weg, sondern direkt durch den Fluss zu gehen, was auch echt Spaß gemacht hat.

Kaum war das Auto dann wieder in Sichtweite hat es auch prompt zu regnen begonnen, good luck though

Letzten Freitag bin ich noch einmal die komplette Halbinsel hier abgefahren, einmal rundherum. Autofahren macht hier echt Spaß, weil die Landschaft einfach so toll ist :P

Ich wollte eigentlich noch nach Opito Bay, weil es da anscheinend einen Strand namens Boulder Bay gibt, hab aber die Ausfahrt nicht gesehen und das dann auch erst zwanzig Kilometer später bemerkt, als ich dann auf einmal schon in Whitiangi war. Zum umkehren war ich dann am Ende zu faul ^^ In Whitiangi hab ich dann dafür zwei französische Backpacker mitgenommen, die zum Hahei Beach wollten, genau wie ich auch. Was echt gemein ist, ist dass Hahei Beach nur etwa fünf Kilometer Luftlinie von Whitiangi ist, man allerdings dreißig Kilometer weit fahren muss, weil es dazwischen einfach keine Straßen gibt und ein kleines Meer dazwischen liegt.

Leider war am Hahei Beach das Wetter ziemlich schlecht, weswegen ich auch nicht sonderlich lange dort war.

Auf dem Rückweg hab ich noch einmal einen Abstecher zum Hot Water Beach gemacht und dort etwa eineinhalb Stunden an einem Boulderproblem verbracht, bevors dann endgültig wieder zurück nach Thames ging.

Am Sonntag ist eine Freundin von Jennifer mit Familie hier angekommen, weswegen ich in ein kleineres Zimmer umziehen musste. Und, oh, Überraschung, ihr Mann ist Schweizer und er und die beiden Kinder sprechen Deutsch. ^^

Mein Ursprünglicher Plan war ja, letzten Sonntag abzureisen und nach Wharepapa South zu fahren, so in etwa dem Klettermecca der Nordinsel, allerdings war bis gestern (Donnerstag) schon alles ausgebucht gewesen. Deswegen bin ich noch bis heute hier bei Jennifer geblieben, was gut für uns beide war. Ich hatte noch einmal ein paar Tage mehr, um den weiteren Verlauf meiner Reise zu planen und Jennifer musste nicht im Shop arbeiten und konnte Zeit mit den anderen verbringen.

Cate, Thomas und ihre beiden Söhne Morris und Finley sind momentan auf einer einjährigen Weltreise und wollen für etwa ein halbes Jahr in Neuseeland bleiben.

Mein Plan für die nächste Zeit ist jetzt erst einmal nach Wharepapa South zu fahren, dort Kletterausrüstung zu kaufen und dann weiter auf die Südinsel nach Takaka, wo so in etwa das Klettermecca der Südinsel und der Abel Tasman National Park ist. Für dort hab ich über CouchSurfing sogar schon jemanden zum Klettern gefunden, eine 31-jährige angehende Lehrerin, oh surprise, aus Deutschland, die gerade quer über die Südinsel trampt.


So far 'til now.

Ich hätte schon nochmal mehr schreiben können, aber ich will nicht zu spät von hier wegfahren.




Anmerkungen:

Es gibt hier sehr suizidgefährdete Adrenalinjunkyvögel, die besonders gerne im Tiefflug vor Autos vorbei fliegen.

Es kommt mir mittlerweile falsch vor, wenn das Lenkrad in einem Auto auf der linken Seite ist.


1 Kommentar 4.12.09 02:19, kommentieren